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Papier-Grammaturen in der Übersichtstabelle

kopierpapier.de
2023-06-28 15:18:00 / Papier-Ratgeber Normen & Formate / Kommentare 0

Wie wird die Grammatur von Papier gemessen?

Grammaturen werden in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Sie bezeichnen also das Flächengewicht und damit die Stärke eines ein Quadratmeter großen Papierbogens (Bogengewicht). Wird ein Papier DIN A0 (= 1 m2) mit 80 g/m2 geviertelt, dann entstehen vier DIN A2 Papierbögen, die ebenfalls noch die Grammatur 80 g/m2 haben. Verfährt man auf diese Art und Weise weiter, ergeben sich 16 Blätter im Format A4. Doch wie viel wiegt dann dieses einzelne Blatt Papier DIN A4, 80 g/m2 eigentlich? So berechnen Sie das Gewicht Ihres Papiers selbst:

Länge (cm) x Breite (cm) x Grammatur / 10.000 = Bogengewicht (Gramm)
21,0 cm x 29,7 cm x 80 / 10.000 = 4,98 g

Europäische Standardgrammatur Papier: 80g/m2

Der Standard beim Drucken & Kopieren: Papier im Format A4 mit der Grammatur 80g/m2 wie beispielsweise das BASIC Universalpapier. Aber nur in der EU.

Und außerhalb von Europa?

In anderen Ländern wird bevorzugt zu Papieren mit 75 g/m2 gegriffen. Beim einzelnen Blatt Papier macht sich der Unterschied kaum bemerkbar; in Summe wird aber Zellstoff bei der Produktion gespart. Die Grammatur 75g/m2 gilt als nachhaltiger – und ist Standard, z.B. in den USA. Deshalb gibt es Kopierpapier auch in 75 g/m2 bei uns im Onlineshop. Welches? Unser Discovery Businesspapier auf der Palette ist das Richtige für alle, die ökoeffizient drucken wollen.

Neben dem Format, der Opazität (Lichtundurchlässigkeit) und dem Weißegrad bildet die Grammatur das wichtigste Qualitätsmerkmal von Papier. Mit ihr lässt sich das Gewicht von Papier und damit auch seine Stärke, Festigkeit und Stabilität bestimmen. Doch welche Grammaturen gibt es bei Papier überhaupt? Wie entsteht die Grammatur und wie wird sie gemessen? Und welche Grammatur eignet sich eigentlich für welche Anwendung?

Wie entsteht die Grammatur von Papier?

Grundlage der Papierherstellung ist ein Faserbrei aus Zellstofffasern. Je dicker dieser auf einer Fläche zu Papier gepresst wird, desto höher ist auch die Grammatur des Papierbogens. Zudem können dem Faserbrei sogenannte Füllstoffe wie Kaolin (Erhöhung Opazität und Stärke), Kreide oder Gips (Erhöhung Weißegrad und Stärke) beigegeben werden. Dabei kann ein Papier bis zu 30 % Füllstoffe enthalten. Die Grammatur erhöht oder verringert sich außerdem durch die Nachbearbeitung des Papiers. Neben dem Streichen mit Streichfarbe (gestrichenes Papier) gehört dazu zum Beispiel auch die Satinierung. Je nach Produktions-/Verdelungsart kann die Grammatur eines Papiers daher innerhalb der angegebenen Grammatur auch um 5 bis 10 % nach oben oder unten abweichen.

Welche Grammatur (Papierstärke) für was?

Je höher die Grammatur, desto fester ist das Papier und desto schwerer lässt es sich knicken. Aus dieser Faustregel lassen sich bereits die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der unterschiedlich starken Papiere ableiten: So werden beispielsweise Feinpapiere gerne für Verpackungen oder als Hygienepapiere verwendet, Dünnpapiere eignen sich hingegen aufgrund ihres geringen Gewichts hervorragend für den Druck umfangreicher Unterlagen, da diese somit günstiger per Post versendet werden können. Starkpapiere sind hingegen aufgrund ihrer Stabilität prädestiniert für den Druck von Postern, Speisekarten oder Tischaufstellern. In unserer Übersichtstabelle Papier-Grammaturen zeigen wir Ihnen weitere spezifische Verwendungsmöglichkeiten für Papiere mit bestimmten Grammaturen auf.

Welche Grammaturen gibt es? Übersichtstabelle Papier-Grammaturen 

 Grammatur

 Papiersorte

 Anwendungsmöglichkeiten

 Bis 25 g/m2

 Feinpapier

 Seidenpapier, Hygienepapier, Transparentpapier

 25 – 60 g/m2

 Dünnpapier

 Umfangreiche Bücher (Bibel, Gesangbücher, Gesetzbücher)

 60 – 80 g/m2

 Werkdruckpapier

 Bücher (Sachbücher, Belletristik), Lieferscheine, Zeitungspapier, Mailings

 80 – 100 g/m2

 Standard-Büropapier (Drucker-/Offsetpapier)

 Tägliche Office-Anwendungen (Interne/Externe Kommunikation, Fotokopien, Faxausdrucke, Rechnungen, etc.)

 110 – 120 g/m2

 Premium Druckerpapier

 Repräsentative Kundenkommunikation (Anschreiben, geschäftliche Dokumente, Briefpapier, Verträge, Broschüren)

 130 – 170 g/m2

 Starkpapier

 Werbemedien (Flyer, Broschüren, Magazine, Poster), Urkunden

 170 – 200 g/m2

 Leichtkarton

 Außenseiten von Broschüren/Magazinen, doppelseitig bedruckte Flyer, Premium-Plakate

 200 – 250 g/m2

 Karton

 Postkarten, Umschläge von Premium-Broschüren/Magazinen, Speisekarten

 300 – 400 g/m2

 Starkkarton

 Premium-Visitenkarten, Tischaufsteller, Bilderdruck

So viel Luft steckt in einem Papierball

Ein Blatt Papier wirkt flach, dünn und harmlos. Zerknüllt man es zu einem Ball, scheint daraus plötzlich ein kompakter kleiner Körper zu werden. Tatsächlich ist dieser Papierball aber viel luftiger, als er aussieht: In einer wissenschaftlichen Arbeit über das Falten und Zerknüllen dünner Blätter wird beschrieben, dass ein typischer Papierball im Papierkorb zu etwa 80 % aus Luft besteht.

Das Spannende daran: Obwohl der Papierball überwiegend leerer Raum ist, fühlt er sich trotzdem relativ stabil an. Der Grund liegt in den vielen Knicken, Kanten und Falten. Beim Zerknüllen entsteht im Inneren ein zufälliges Netzwerk aus Papierlagen, kleinen Hohlräumen und steifen Faltkanten. Diese Struktur wirkt fast wie eine Mini-Architektur: viel Luft, aber erstaunlich formstabil.

Für 80-g/m²-Papier ist das besonders anschaulich. Ein einzelnes A4-Blatt wiegt nur rund 5 Gramm. Wird es zerknüllt, nimmt es ein viel größeres Volumen ein als das reine Papiermaterial selbst. Was in der Hand wie ein kleiner Papierklumpen aussieht, ist also eigentlich ein leichter, gefalteter Hohlkörper — mit Papier als Gerüst und Luft als Hauptbestandteil.

Kurz gesagt: Zerknülltes Papier ist kein dichter Klumpen, sondern eher ein kleines Luftpolster mit Papier-Skelett.

Wie oft lässt sich ein Blatt 80-g/m²-Papier falten?

Was ist Tissue-Papier?

Tissue-Papier ist ein besonders dünnes, leichtes und weiches Papier mit sehr niedriger Grammatur. Typische Tissue-Papiere liegen häufig etwa im Bereich von 15 bis 30 g/m² — also deutlich unter klassischem Kopierpapier mit 80 g/m².

Verwendet wird Tissue-Papier vor allem für Hygiene- und Haushaltsprodukte wie Kosmetiktücher, Taschentücher, Toilettenpapier, Küchenpapier oder Servietten. Weil es so dünn, leicht und flexibel ist, eignete es sich für den Faltrekord besonders gut: Je geringer die Grammatur und je länger das Papier, desto häufiger lässt es sich falten.

Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Ein Blatt Papier ist dünn, also müsste man es doch ziemlich oft falten können. In der Praxis ist aber überraschend schnell Schluss. Denn beim Falten wird das Papier nicht nur kleiner — es wird vor allem immer dicker.

Mit jeder Faltung verdoppelt sich die Anzahl der Papierlagen. Nach einer Faltung liegen 2 Lagen übereinander, nach zwei Faltungen 4, nach drei Faltungen 8. Nach sieben Faltungen wären es bereits 128 Lagen. Aus einem Blatt, das anfangs nur rund ein Zehntelmillimeter dünn war, entsteht theoretisch ein kleiner Papierklotz von mehr als einem Zentimeter Stärke.

Genau deshalb scheitert die nächste Faltung nicht daran, dass das Papier plötzlich „zu schwer“ wird. Es wird vielmehr zu dick, zu steif und zu klein, um sich noch sauber umlegen zu lassen. Die Dicke wächst exponentiell: erst unauffällig, dann rasant. Nach 10 Faltungen wären es sogar schon 1.024 Papierlagen — aus einem einzigen Blatt.

Der bekannte Spruch, man könne Papier nicht öfter als siebenmal falten, ist deshalb halb wahr. Für ein normales A4-Blatt stimmt er im Alltag meistens. Aber es ist kein Naturgesetz. Mit sehr langem, dünnem Papier lässt sich die Grenze verschieben. Die Amerikanerin Britney Gallivan faltete 2002 ein extrem langes Stück Tissue-Papier zwölfmal und zeigte damit: Entscheidend ist nicht nur die Dicke des Papiers, sondern vor allem seine Länge.

Kurz gesagt: Beim Falten wird Papier nicht einfach nur kleiner – es wächst in die Höhe. Aus einem dünnen Blatt entsteht in wenigen Schritten ein erstaunlich dichter Mini-Stapel.

Top-Markenpapier auf Palette: A4, 80 g/m²

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